Montags an der ADK | »Wie viel Spaß kann man eigentlich haben, bevor es unpolitisch wird?«
»Wie viel Spaß kann man eigentlich haben, bevor es unpolitisch wird?«
Unter diesem Titel lädt die Akademie für Darstellende Kunst zu einem »Montag an der ADK« mit Raphaëlle Red ein. Die gebürtige Französin studierte Politik- und Sozialwissenschaften, forschte und lehrte zur zeitgenössischen Literatur der afrikanischen Diaspora und schreibt auf Französisch, Englisch und Deutsch. 2024 erschien »Adikou«, ihr viel besprochener Debütroman, bei Rowohlt. Im vergangenen Jahr gründete sie gemeinsam mit den Autorinnen Paula Fürstenberg und Alisha Gamisch die wortgewaltige Girlsband NO SCRIBES, die in literarischen Shows Identität und Klassenzugehörigkeit, Girlhood und (Pop-)Feminismus thematisieren.
Das Gespräch mit Ludger Engels, Direktor der Akademie für Darstellende Kunst, nimmt Reds künstlerische Vielseitigkeit zum Anlass, um über Grenzgänge und fließende Übergänge zu sprechen – im eigenen Werdegang, zwischen Text und weiteren Ausdrucksmöglichkeiten und über das Verhältnis von Literatur und Performance. Raphaëlle Red zeigt Ausschnitte ihres künstlerischen Schaffens per Video und liest eigene Texte, u. a. aus »Adikou«, musikalisch begleitet von ADK-Schauspielstudentin Isabella Kaïssan Pfeiffer.
Raphaëlle Red wurde 1997 in Paris geboren, wuchs in Deutschland auf und wohnt derzeit in Berlin. Sie studierte zunächst Sozialwissenschaften, danach Literatur und schloss 2020 mit einem Master in Literarischem Schreiben an der Université Paris VIII ab. Zurzeit forscht sie an der Freien Universität in Berlin zu zeitgenössischer Literatur der afrikanischen Diaspora. Ihre Texte wurden auf Französisch (Jef Klak, L'Humanité), Englisch (gal-dem, The Funambulist) und Deutsch (Bella Triste, Anthologien Resonanzen und Glückwunsch) veröffentlicht. «Adikou» ist ihr Debütroman.
