»Monique s’évade | Monique bricht aus«

nach dem Roman von Edouard Louis
Bühnenfassung von Aleksandr Kapeliush und Lilly Rößler
Regie: Aleksandr Kapeliush

Eine Kooperation mit dem Institut Français Stuttgart


Die zweisprachige Theaterproduktion »Monique s'évade / Monique bricht aus« – nach Édouard Louis‘ Buch in der Inszenierung von Aleksandr Kapeliush – erzählt die Geschichte einer Frau, die sich aus einer gewaltvollen Beziehung befreit, und setzt sich eindrucksvoll mit Unterdrückung, Emanzipation und Selbstbestimmung auseinander.

Was kostet die Freiheit? Mit 55 Jahren lässt Monique an einem Morgen alles hinter sich und beginnt ihr Leben noch einmal von vorn. Sie verlässt den Mann, mit dem sie in Paris zusammenlebt, der sie schlägt, beschimpft, misshandelt. Sie flieht in die leerstehende Wohnung ihres Sohnes. Mit dieser Flucht eröffnen sich neue Welten für Monique. Sie lernt mit einem Computer umzugehen, probiert zum ersten Mal Falafel und sucht Möbel für ihre neue Wohnung aus. Als sie mithilfe ihres Sohnes ein kleines Haus findet, in das sie einziehen wird, scheint die Freiheit perfekt, die Flucht endgültig geglückt.

Die Geschichte mag für Monique gut ausgegangen sein, doch all die Frauen bleiben zurück, die nicht geflohen sind. Das jahrtausendealte System der  patriarchalen Gewalt bleibt weiter bestehen. Es reproduziert sich selbst. Wer aus diesem System ausbrechen will, muss es sich finanziell leisten können.

Aleksandr Kapeliush, Regisseur und ADK-Absolvent, befragt in dieser deutsch-französischen Arbeit anknüpfend an seine eigene Fluchterfahrung den Begriff der Freiheit. Was wartet nach der Flucht? Gibt es ein Ankommen im Paradies? Diese Fragen versucht Monique mit sich selbst auszuhandeln. Die zwei Spielerinnen brechen in ihrem Namen gemeinsam auf und begeben sich auf die Suche nach diesem Ort der Freiheit. Sie fragen sich, ob er überhaupt existieren kann.

Regie, Fassung

Aleksandr Kapeliush

Dramaturgie | Fassung

Lily Rößler

Bühne | Kostüm

Laura Mendoza Gleser

Es spielen:

Petra Weimer (Stuttgart)
Catherine Javaloyès (Strasbourg)
Maxime Crescini (Paris) – Stimme von dem Erzähler

Sounddesign

Dmitry Klenin

Mit Dank an: Freunde des Institut F Stuttgart e.V., Stadt Stuttgart, Stadt Straßburg, Vive La Wir (BW), Eisele Stiftung.