»FRANKEN$TEIN oder Alles muss man selber machen«

»FRANKEN$TEIN oder Alles muss man selber machen« frei nach Mary Shelley
Text, Inszenierung: Kim Salmon

Eintritt 10 €, ermäßigt 5 € | Einlass 30 Minuten vor Beginn

Ort: Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg, Akademiehof 1, 71638 Ludwigsburg

Barrierefreiheit
Mit Integrierter Audiodeskription

Viktor ist Anfang zwanzig, Medizintechnik-Student, verpeilt und Nachtwächter bei Bavaria Cryonics. Menschen lassen sich dort nach ihrem Tod bei angenehmen -193 Grad konservieren, in der Hoffnung, in einer entfernten Zukunft wieder aufzuwachen, in der alles heilbar ist. Während Viktor durch die stillen Eiskammern streift, schickt er einsame Sprachnachrichten an seinen Freund Henry und bewacht drei Körper: einen Tech-Investor, der den Tod für ein technisches Problem hält, eine Schauspielerin, die dem Altern entkommen will, und ein schwerkrankes Kind, dessen Eltern auf die Medizin der Zukunft setzen.

Aus Langeweile, Einsamkeit und wissenschaftlicher Neugier überschreitet Viktor eine Grenze: Mit Heißklebepistole und Größenwahn erschafft er aus den drei ein neues Wesen. Doch das Resultat ist kein Neuanfang, sondern eine Collage aus Erinnerungen, Körperteilen und widersprüchlichen Identitäten - ein Monster in der Identitätskrise. Es muss für sich herausfinden, wie sich viele Teile zu einem Ganzen fügen können. Und sich dabei der Frage stellen, welche Leben wir da eigentlich für die Zukunft aufbewahren.

Eine zeitgenössische Überschreibung des Frankenstein-Stoffs von Kim Salmon: über Kapital, Körper, Identität.


Es spielen:

Sky Hofmann (they/them)
Albrecht Klingner (er/ihm)
Maya Sultanova (sie/they)

Audiodeskription:

Sascha Paul Klaus (dey/demm)

Text & Regie:

Kim Salmon (sie/ihr)

Dramaturgie:

Lilly Rößler (sie/ihr)
Mirjam Strahl (sie/ihr)

Bühne & Licht:

Roman Berleth (er/ihm)

Kostüm:

Valeska Kopijka (sie/ihr) 

Kostümassistenz:

Rosa Laetitia Djuga (sie/ihr)

Maske:

Monie Kälberer (sie/ihr)

Sound:

Max Reichert (er/ihm)

Einsprecher:

Petra Weimer (sie/ihr)



© Stella Butz | ADK

Kim Salmon (*1999) studierte Linguistik, bevor sie ein Regiestudium an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg antrat. In ihrer Schreib- und Inszenierungspraxis sucht sie die Schnittstellen zwischen Alltag und Absurdität, Humor und Horror, und stellt besonders gern Außenseiter*innenfiguren in den Mittelpunkt. Als autistischer Künstlerin ist ihr die Förderung behinderter Perspektiven auf und abseits der Bühne wichtig. Mit »FRANKEN$TEIN von Kim Salmon frei nach dem Roman von Mary Shelley« schließt Kim Salmon ihr Studium an der ADK ab.