»15 minutes of fame«
Wart nur, bis ich was gemacht,
Recht was Großes, gib nur acht”
– Henrik Ibsen, Peer Gynt
Wenn die Scheinwerfer ausgeh'n, bin ich unsichtbar
Ich bin ein Superstar, Baby, das ist googlebar
– KIZ
Von Emma Scharff, Armin Behrem und Ensemble nach Motiven aus Peer Gynt von Henrik Ibsen
Regie Emma Scharff
19.06.2026 (Premiere), Schauspiel Stuttgart
Karten über Schauspiel Stuttgart hier
Eine Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart
Henrik Ibsen entwirft mit Peer Gynt einen Antihelden, der sich aller Mittelmäßigkeit zum Trotz selbst zum bedingungslosen Spektakel macht. Er hinterlässt uns damit eine Projektionsfläche für den modernen Geltungsdrang und den selbstsüchtigen Menschen unserer Zeit, der sich selbst verkauft, um gesehen und erinnert zu werden.
In dieser Überschreibung des Klassikers ist Peer Gynt eine Frau. Ihr Traum vom Erfolg beginnt mit ihrer Geburt und einem einzigen Wort: Ich.
Von da an entwirft sie ihr Leben als Projekt und sich selbst als Geschichte, die erzählt werden will. In der Show ihres eigenen Lebens, in der keine Andere als Peer die Hauptrolle spielen darf, begibt sie sich auf die Suche nach ihrer eigenen Größe.
Peer, Pop-Ikone seit Tag eins. Peer, die aufsteigt, rauscht, auf Händen getragen und gefeiert wird. Aber wofür eigentlich? Peer verwandelt die Menschen und Erlebnisse aus ihrem Leben in verwertbares Material und formbare Narrative, Figuren werden austauschbar. Aber was hat Peer eigentlich wirklich erreicht? Hat sich das alles gelohnt?
Persönliche Erinnerungen vermischen sich mit dem Phantasma eines Ichs zur Inszenierung eines spektakulären Biopics.
Denn eins ist sicher: wenn sich niemand an uns erinnert, hat es uns vielleicht nie gegeben.
Text, Regie
Emma Scharff
Es spielen:
Stella Butz
Lina Agnes Nordhausen
Nele Holzmann
Alina Thiemann
Dramaturgie (Text)
Armin Behrem
Dramaturgie (Produktion)
Nina Brauch
Dramaturgie (Outside Eye)
Linda Graforn
Choreografie
Emma Scharff
Bühne:
Lina Determann
Jette Schwabe
Kostüm:
Paula Lindenmann,
Emilia Parada Berger
Musik
Jel Woschni
Video
Nils Eberwein
Licht
Michael Frank