Montags an der ADK 2017/18

Aussichten. Einsichten. Gespräche
Hochrangige KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen oder ExpertInnen sind montags an der ADK zu Gast mit Vorträgen und Gesprächen.

Herzlich eingeladen sind alle Interessierten zu den Abenden, Auftakt macht im Wintersemester Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Tehaters Berlin und Präsident des Deutschen Bühnenvereins. 
Die Vorträge oder Gespräche schließen an ausgewählten Terminen den Theorietag ab, der seit dem Studienjahr 2015/16 fester Bestandteil des Curriculums ist.
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Termine

23. Oktober 2017
Ulrich Khuon
(Intendant Deutsches Theater Berlin, Präsident des Deutschen Bühnenvereins)

20. November 2017
Philipp Keel
(Künstler, Filmemacher, Autor und Verleger)

15. Januar 2018 
Aino Laberenz
Bühnen- und Kostümbildnerin, Leiterin des Operndorfs von Christoph Schlingensief

12. Februar 2018 
Wolfgang Engler
Soziologe, Philosoph und langjähriger Rektor der HfS »Ernst Busch«

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Der Eintritt ist frei.
Keine Anmeldung erforderlich.

jeweils 20 Uhr
ADK, Zuschauerraum,
Akademiehof 1, 71638 Ludwigsburg

In Kooperation mit der

 


 

Wintersemester 2017/18

Kommende Veranstaltung
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15. Januar 2018

Aino Laberenz
Bühnen- und Kostümbildnerin, Leiterin des Operndorfs von Christoph Schlingensief

 
© Jim Rakete

Aino Laberenz und Elisabeth Schweeger sprechen über das Operndorf von Christoph Schlingensief in Burkina Faso - der Stadt Ludwigsburg durch den Förderkreis Burkina Faso und dessen Aktivitäten eng verbunden -, seine Idee und Realisierung und fragen danach, wie die Zukunft aussehen kann.
 Das Operndorf Afrika, das seit 2009 in Burkina Faso/Westafrika entsteht und auf die Idee des Künstler und Regisseurs zurückgeht, ist ein internationales Kunstprojekt – das er selbst als »sein wichtigstes Projekt« bezeichnete und das seit 2011 unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Horst Köhler steht. Schlingensiefs letzte künstlerische Arbeit war mit dem Wunsch verbunden, einen Ort internationaler Begegnung zu schaffen.

Aino Laberenz, geb. 1981 in Turku, Finnland) ist geschäftsführende Gesellschafterin der Festspielhaus Afrika gemeinnützige GmbH und Stiftungsvorstand der Stiftung Operndorf Afrika. Sie studierte zunächst Kunstgeschichte, bevor sie am Schauspielhaus Bochum im Bereich Kostümbild (ab 2001/02) assistierte. Sie arbeitete danach als Fotografin sowie Bühnen- und Kostümbildnerin an diversen Häusern, darunter Schauspielhaus Bochum, Schauspielhaus Zürich, Volksbühne Berlin, Burgtheater Wien, Schauspiel Frankfurt, Oper in Manaus, Brasilien, Bayreuther Festspiele, Staatsoper Berlin und Oper Bonn. Sie entwarf die Kostüme für mehrere Kurzfilmen und den letzten Jahren arbeitete sie u. a. mit René Pollesch, Schorsch Kamerun und regelmäßig mit Armin Petras.
Für Schlingensiefs Produktion »Der Zwischenstand der Dinge« entwarf sie Kostüme und Bühnenbild. Seit 2004 gehörte Aino Laberenz zum Team von Schlingensief und setzt seit 2010 das »Operndorf Afrika« fort. Zusammen mit Kuratorin Susanne Gaensheimer gestaltete sie 2011 den Deutschen Pavillon bei der 54. Internationalen Kunstausstellung La Biennale di Venezia, der mit dem Goldenen Löwen für den besten Pavillon ausgezeichnet wurde. A. Laberenz ist Herausgeberin der Christoph-Schlingensief-Biographie »Ich weiß, ich war’s« (2012). 2014 kuratierte sie die Christoph-Schlingensief-Retrospektive am KW Institute for Contemporary Art in Berlin sowie am PS1 MOMA New York. 2015 zeigte Aino Laberenz ihre erste Einzelausstellung in der Galerie für moderne Fotografie in Berlin. In dieser Fotoinstallation präsentierte sie eigene Aufnahmen, die während der Dreharbeiten zu Schlingensiefs Filmprojekt »The African Twin Towers« entstanden sind. 2016 gestaltet sie eine Installation des Operndorf Afrika im Rahmen der Frieze Projects auf der Frieze London.

Weitere Informationen zu Aino Laberenz und Christoph Schlingensief hier zum Operndorf hier
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Bisherige Veranstaltungen
Montag, 20. November 2017,

Beginn 19 Uhr!   
 
Buchpremiere Kurzgeschichtenband »Schluss striche« unter der Schirmherrschaft von Philipp Keel

im Rahmen der Reihe »Montags an der ADK« präsentieren die Filmakademie und die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg am Montag, 20.11.2017 den Kurzgeschichtenband »Schluss striche« mit Erzählungen von Studierenden und Alumni der Filmakademie. »Schluss striche« erscheint als erste Veröffentlichung im neu gegründeten Verlag der Filmakademie Baden-Württemberg. Als Schirmherr konnte der Diogenes Verlagschef und Künstler Philipp Keel gewonnen werden, der den Band gemeinsam mit Filmakademie-Geschäftsführer Prof. Thomas Schadt, Michael Achilles (Co-Herausgeber des Bandes) und Hannah Lau (studentische Autorin) vorstellt. In dem Podiumsgespräch geht es nicht nur um den Entstehungsprozess von »Schluss striche«,  sondern auch um den Schreibprozess an sich  - und natürlich um die Person Philipp Keel. Im Anschluss lesen Schauspielstudierende der ADK ausgewählte Kurzgeschichten im Foyer der ADK und der Bibliothek der Filmakademie, bevor der Abend dann mit einem Get-Together ausklingen wird. Beginn ist um 19 Uhr im Zuschauerraum der ADK, der Eintritt ist frei.
Es lesen: Sarah Palarczyk Arne Löber, Simon Kluth, Nicolas Martin, Daniel Fleischmann und Marielle Layher.

Unter dem Motto »Schluss striche« waren die Studierenden beider Campus-Akademien aufgefordert, ihren Gedankengängen in Form von Kurzgeschichten freien Lauf zu lassen. Entstanden sind siebzehn Erzählungen übers Scheitern und über Umbrüche, aber auch übers Weitermachen, wenn eigentlich nichts mehr geht. Dem Kurzgeschichtenband »Schluss striche« sollen weitere Bände wie auch Sachpublikationen im neu gegründeten Verlag folgen. Der Band ist über den Buchhandel erhältlich. Am Abend wird es zudem einen Büchertisch geben.
 

Philipp Keel ist Verleger des Diogenes Verlags, Autor und Künstler. Er studierte am Berklee College of Music in Boston und an der Hochschule für Film und Fernsehen in München, bevor er nach Kalifornien zog und in den verschiedensten künstlerischen Disziplinen arbeitete. Seine Fotografien, Gemälde, Zeichnungen und Drucke wurden vielfach ausgestellt, seine Fotografien zuletzt in der Galerie Camera Work in Berlin.
Mit den Bestsellern »All About Me« und »All About Us« (Random House, 1998/2000), dem Fotoband »Color« (Steidl, 2003) und der Buchreihe »Keel’s Simple Diary« (TASCHEN, 2009) wurde er international bekannt. Zuletzt erschienen »State of Mind«(Nieves, 2014) mit Zeichnungen, Aquarellen und Siebdrucken sowie »Splash« (Steidl, 2017) mit Fotografien der letzten Jahre. Philipp Keel lebt in Zürich.