»Spurensuche Gegenwart. Eine Regie-Werkschau«

3. Studienjahr Regie und  Schauspiel
1. Studienjahr Dramaturgie
Weder Vergangenheit, noch Zukunft, aber was genau ist die Gegenwart?
Die neurologische Forschung geht momentan davon aus, dass das Gehirn die Gegenwart in Einheiten von 2,7 Sekunden verarbeitet.

Die drei Arbeiten des Themenmoduls »Spurensuche Gegenwart« des Dritten Studienjahrs Regie spannen den Bogen etwas weiter und präsentieren Stoffe, die in fragloser Relevanz für die Jetztzeit erscheinen.

Mittwoch, 07.02., Donnerstag, 08.02. und Freitag, 09.02.2018  |  jeweils 19 Uhr | ADK

Einlass: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Akademiehof 1, 71638 Ludwigsburg
Eintritt: 8 Euro / erm. 5 Euro
Keine Anmeldung erforderlich.

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Marieluise-Fleißer-Projekt
Regie: Anne Habermehl

(ADK Turm)
Es spielen: Anna Gesa-Raija Lappe, Nicolas Martin, Mona Müller, Jonah Quast, Viktor Rabl, Lucia Schierenbeck
Dramaturgie: Lukas Schädler
Bühnenbild: Christin Vahl

Marieluise Fleißer verortet die Sehnsüchte des Menschen nahe an seinen hervorbrechenden Abgründen und zeigt Kleinstädter, deren doppelte Moral jeden Emanzipationsprozeß abschnürt. Die Ankunft einer Truppe Pioniere entfacht in der Bevölkerung den sehnlichen Wunsch nach Veränderung und Beginn des eigenen Lebens. Fleißers Werk ist geprägt von der Suche nach Liebe und einer Angst vor der Enge, wie sie ihr in zahlreichen biografischen Rückschlägen selbst immer wieder begegnet ist.
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»Hasen-Blues. Stopp.«
Uta Bierbaum (2016)
Regie: Johann Diel

(ADK Probebühne)
Es spielen: Frederik Gora, Marielle Layher, Leon Amadeus Singer,  Zoe Valks, Katharina Walther
Dramaturgie: Lorena Biemann
Bühnenbild: Christin Vahl
Kostüm: Valentina Dolce

Was ist Normalität? Wie können wir es schaffen, den Menschen wahrzunehmen, anstatt ihn in unsere gesellschaftlichen Normen einzuordnen? Mit viel Fantasie demontiert »Hasen-Blues. Stopp.« von Uta Bierbaum eben jene gesellschaftlichen Normen, Klischees und Rollenbilder. Sie erschafft ein Universum aus beseelten Objekten – etwa sprechenden Toilettentüren und traurigen, weil geschlechtsneutralen Versandkartons  – , sowie aus Figuren, die zwischen ihrer eigenen Identität und den Erwartungen anderer zerrissen sind und thematisiert die Probleme, die entstehen, wenn wir nicht in die vorhergesehenen Kategorien passen.

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Zu Gast in Hamburg!

Körber Studio Junge Regie 2018
Vorstellung 08. Juni 2018

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